Es passiert immer wieder und in letzter Zeit mit steigender Häufigkeit: Ich gerate in Diskussionen über Religion. Manchmal ist das unangenehm, oft erhellend und eigentlich immer viel emotionaler, als mir lieb ist, oder zumindest: emotionaler als erwartet. Meine klare Ablehnungshaltung ist dabei so flexibel wie ein Mammutbaum im lauen Sommerwind (Mist, genau das habe ich eigentlich schon längst in einem anderen Kontext mal geschrieben, weiß aber nicht mehr wo, und über die Biegsamkeit von dicken Bäumen ist mir auch nichts bekannt. Note to self: bessere Metaphern ausdenken, und auch das Gedächtnis könnte besser funktionieren). Aktuell ist das aber zum Glück so salonfähig, dass kaum ein ernstzunehmendes Kaffeehausgespräch ohne das Wort Vorhaut geführt wird, und eine gewisse Hitzigkeit scheint dieser Debatte inhärent, somit ist die Zeit wohl nicht die schlechteste für einen Buchtipp mit dem Triggerwort im Titel: Foreskin's Lament von Shalom Auslander. Der Klappentext schreibt von einer Mischung aus David Sedaris und Richard Dawkins und von einem "blasphemous book" (William Sutcliffe, Independent on Sunday). Ich denke, mehr Teaser braucht es nicht, um neugierig zu machen.
Falls doch: Shalom Auslanders Website.
Auch zum Thema, auch schön: How to suck at your religion, ein Comic von The Oatmeal.
http://theoatmeal.com/comics/religion?ref=nf
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