Ich habe schon so lange davon gesprochen, dass ich "mal was Längeres" schreiben will, dass nach einer Weile wahrscheinlich niemand noch weniger daran geglaubt hat als ich. Aber glauben ist ja immer ein intellektuelles Risiko. Also bin ich mittendrin und habe gerade eine gewisse Freude daran entwickelt, neue Tools auszuprobieren.
11. Juni 2012
6. Juni 2012
Infinite Jest als Berliner Utopie
"Infinite Jest" war für mich der Roman des Jahres 2011 - ich habe mich daran abgekämpft, erfreut, manche Passagen immer wiederlesen wollen, oft zurückblättern müssen, weil ich das Gefühl hatte, etwas zu verpassen. Das waren ein paar ziemlich schöne und anstrengende Monate.
Den Plot und seine Handlungsorte auf unsere Berliner Gegenwart zu übertragen, finde ich allem Realismus zum Trotz gewagt. Nun versucht sich das HAU, das Hebbel am Ufer, genau daran:
http://www.hebbel-am-ufer.de/de/kuenstler/kuenstler_23700.html?HAU=1
Den Plot und seine Handlungsorte auf unsere Berliner Gegenwart zu übertragen, finde ich allem Realismus zum Trotz gewagt. Nun versucht sich das HAU, das Hebbel am Ufer, genau daran:
In [...] der ironischen Wendung des Romans von Überforderung und unendlicher Überfülle werden zwölf KünstlerInnen und Companies, die mit ihren Arbeiten dem HAU über die letzten Jahre verbunden waren, an verschiedenen Orten zwölf Perspektiven für Berlin entwerfen und damit zwölf Visionen einer vergangenen Zukunft auf der Grundlage des Romans entwickeln. Zwischen 10.00 Uhr und 10.00 Uhr morgens am folgenden Tag verwandeln sie den Tennisclub LTTC „Rot-Weiß“ mit seinem großen Steffi-Graf-Stadion in die „Enfield Tennis Academy“, das Vivantes Klinikum Neukölln in das „Ennet House Drug and Alcohol Recovery House“, die Mensa des Fontane-Haus im Märkischen Viertel zum Sitzungsraum der Anonymen Alkoholiker, den Teufelsberg und den Umlaufkanal zu geheimen Treffpunkten Quebecer Separatisten.Ich habe keinen Schimmer, ob das gelingen kann. Und auch nicht, wie viel von David Foster Wallaces Ideen am Ende in "meiner" Stadt erlebbar gemacht werden. Ich weiß nicht, ob ich hingehen werde, und auch nicht, ob ich der Versuchung widerstehen kann.
http://www.hebbel-am-ufer.de/de/kuenstler/kuenstler_23700.html?HAU=1
3. Juni 2012
A shadow of the living world
Die Geschichte von Orpheus und Eurydike ist wahrscheinlich der einzige griechische Mythos, von dem ich behaupten kann, ich hätte ihn gelesen, verstanden und im Gedächtnis behalten. Dass das Neil Gaiman zu verdanken ist, der im Kontext seiner Sandman-Stories eine wunderbare Comicversion dieser Geschichte veröffentlicht hat, würde ich im Gespräch mit Altphilologen selbstverständlich unterschlagen (1).
Als ich im letzten Jahr erfahren habe, dass David Mazzucchelli eine Graphic Novel nicht nur gezeichnet, sondern auch selbst geschrieben hat, musste ich die lesen. Auch, wenn ich Mazzucchelli zuvor nur wegen seiner tollen Comic-Adaption von Paul Austers Erzählung City of Glass kannte, war ich sofort überzeugt, als ich im Buchladen die ersten Seiten überflogen und einen Blick auf die Illustrationen geworfen hatte.
Asterios Polyp, Namensgeber und Hauptfigur der Erzählung, ist Architekturprofessor und Zyniker. Ein ziemlich grantiger, kantiger Typ, der seine Studenten mit Sprüchen drangsaliert, die man von einem Professor niemals hören möchte (und die man als Leser unglaublich lustig findet). Dass es dennoch eine Frau gibt, die sich auf diesen Grantler einlässt, scheint unwahrscheinlich und passiert natürlich trotzdem.
Als ich im letzten Jahr erfahren habe, dass David Mazzucchelli eine Graphic Novel nicht nur gezeichnet, sondern auch selbst geschrieben hat, musste ich die lesen. Auch, wenn ich Mazzucchelli zuvor nur wegen seiner tollen Comic-Adaption von Paul Austers Erzählung City of Glass kannte, war ich sofort überzeugt, als ich im Buchladen die ersten Seiten überflogen und einen Blick auf die Illustrationen geworfen hatte.
Asterios Polyp, Namensgeber und Hauptfigur der Erzählung, ist Architekturprofessor und Zyniker. Ein ziemlich grantiger, kantiger Typ, der seine Studenten mit Sprüchen drangsaliert, die man von einem Professor niemals hören möchte (und die man als Leser unglaublich lustig findet). Dass es dennoch eine Frau gibt, die sich auf diesen Grantler einlässt, scheint unwahrscheinlich und passiert natürlich trotzdem.
1. Juni 2012
Schrödingers Hamster
Konrad hat eine geniale Idee, wie er aus den klebrigen Fängen eines tierlieben kleinen Mädchens entkommen kann. Kann Quantenmechanik den Hamster retten? Marion Alexa Müller liest eine Fabel.
Gesehen bei Vision & Wahn im Mai 2012.
Gesehen bei Vision & Wahn im Mai 2012.
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