Den Plot und seine Handlungsorte auf unsere Berliner Gegenwart zu übertragen, finde ich allem Realismus zum Trotz gewagt. Nun versucht sich das HAU, das Hebbel am Ufer, genau daran:
In [...] der ironischen Wendung des Romans von Überforderung und unendlicher Überfülle werden zwölf KünstlerInnen und Companies, die mit ihren Arbeiten dem HAU über die letzten Jahre verbunden waren, an verschiedenen Orten zwölf Perspektiven für Berlin entwerfen und damit zwölf Visionen einer vergangenen Zukunft auf der Grundlage des Romans entwickeln. Zwischen 10.00 Uhr und 10.00 Uhr morgens am folgenden Tag verwandeln sie den Tennisclub LTTC „Rot-Weiß“ mit seinem großen Steffi-Graf-Stadion in die „Enfield Tennis Academy“, das Vivantes Klinikum Neukölln in das „Ennet House Drug and Alcohol Recovery House“, die Mensa des Fontane-Haus im Märkischen Viertel zum Sitzungsraum der Anonymen Alkoholiker, den Teufelsberg und den Umlaufkanal zu geheimen Treffpunkten Quebecer Separatisten.Ich habe keinen Schimmer, ob das gelingen kann. Und auch nicht, wie viel von David Foster Wallaces Ideen am Ende in "meiner" Stadt erlebbar gemacht werden. Ich weiß nicht, ob ich hingehen werde, und auch nicht, ob ich der Versuchung widerstehen kann.
http://www.hebbel-am-ufer.de/de/kuenstler/kuenstler_23700.html?HAU=1
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